Mentale oder psychische Gewalt ist oft unsichtbar, kann aber die stärkste Form der Kontrolle sein. Sie entsteht, wenn jemand systematisch deine Gedanken, Gefühle und dein Realitätsempfinden manipuliert, um dich in Angst, Abhängigkeit oder Isolation zu halten.
Dies geschieht, wenn jemand Angst, Abhängigkeit, Verwirrung und Isolation um dich herum erzeugt. Möglicherweise wurdest du nach und nach von Freunden, Familie oder der Gemeinschaft getrennt. Vielleicht wurde dir gesagt, dass anderen nicht zu trauen ist. Vielleicht wurdest du daran gehindert, Beziehungen aufzubauen. Vielleicht wurdest du überwacht, verfolgt oder gezielt von Unterstützungsquellen ferngehalten.
Angst im Zusammenhang mit spirituellen Überzeugungen kann überwältigend und real wirken. Auch wenn du physisch weit von der Person entfernt bist, die dies erzwungen hat, kannst du dich weiterhin gebunden fühlen. Diese Form der Kontrolle ist psychologisch, aber ihre Wirkung ist stark. Sie kann anhaltende Angst, Schuldgefühle oder ein Gefühl der Unausweichlichkeit erzeugen, selbst nachdem die Person nicht mehr präsent ist. Das bedeutet nicht, dass du irrational bist. Es bedeutet, dass Angst bewusst eingesetzt wurde, um dich mental gefangen zu halten.
Diese Reaktionen sind Überlebensreaktionen, keine Zeichen von Schwäche oder Versagen, und können auch nach dem Verlassen des ausbeuterischen Umfelds bestehen bleiben.
Verbale Gewalt
Verbale Gewalt ist eine spezifische Form der psychischen Gewalt. Sie liegt vor, wenn Worte verwendet werden, um dich herabzuwürdigen, einzuschüchtern, zum Schweigen zu bringen, dein Verhalten zu kontrollieren oder dir ein Gefühl der Machtlosigkeit zu geben.
Die durch solche Worte erzeugte Angst kann ausreichen, um dich zu kontrollieren.
Es kann sich auch um Drohungen gegenüber deiner Familie handeln. Dir wurde vielleicht gesagt, dass deinen Eltern etwas zustößt, dass deine Kinder leiden oder deine Geschwister Konsequenzen tragen werden, wenn du nicht gehorchst. Selbst ohne Beweise kann die Angst ausreichen. Manchmal ist die Drohung vage, aber dauerhaft, sodass ständig ein Gefühl der Gefahr besteht.
Sie kann auch Demütigungen vor anderen beinhalten, wodurch du dich klein oder beschämt fühlst. Du wurdest möglicherweise vor Kunden, Kollegen oder anderen beleidigt, um deinen Status zu senken. Dazu gehören Schreien, ein aggressiver Ton, Spott, verletzender Sarkasmus oder das Verwenden privater Informationen, um dich zu beschämen oder zu bedrohen.
Verbale Gewalt kann auch bedeuten, ständig unterbrochen zu werden, übergangen zu werden oder daran gehindert zu werden, zu sprechen. Dir wurde vielleicht gesagt, du sollst über das, was geschieht, schweigen, oder du wurdest bedroht, wenn du Hilfe suchst.
Im Laufe der Zeit kann wiederholte verbale Gewalt Angst, Depression, Hypervigilanz oder Selbstzweifel verursachen und es erschweren, Hilfe zu suchen oder anderen zu vertrauen.