Der nutzerzentrierte Designansatz des AinoAid™-Dienstes baut auf den langjährigen Erfahrungen des We Encourage-Teams aus Projekten mit vulnerablen und schwer erreichbaren Zielgruppen auf. Das Team verfügt über umfassende Expertise in der Erhebung, Analyse und Übertragung von Erfahrungen Betroffener in praxisnahe digitale Servicelösungen.
Auszeichnungen
2026 Deutscher Präventionspreis
2021 Digitaler Dienst des Jahres (Vuoden digipalvelu)
Projekte
Das EU-geförderte Projekt REACH hat das Ziel, den Schutz und die Unterstützung von Migrantinnen und geflüchteten Frauen zu verbessern, die von sexueller Gewalt, sexueller Ausbeutung oder Menschenhandel betroffen sind. Das Projekt wird in Frankreich, Finnland, Deutschland, Italien und Spanien umgesetzt. Im Rahmen des Projekts wurden Interviews mit Betroffenen sowie Fachkräften durchgeführt, um Informationsbedarfe, Zugangsbarrieren zu Unterstützungsangeboten, Überweisungswege sowie Möglichkeiten zur Stärkung geschlechtersensibler und traumasensibler Unterstützungsangebote zu identifizieren.
Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der AinoAid™-Plattform ein. Dazu werden die evidenzbasierte Wissensdatenbank sowie der KI-gestützte dialogbasierte Chatbot erweitert. Der Dienst bietet verlässliche Informationen, personalisierte Orientierung und vermittelt passende Unterstützungsangebote. Dadurch hilft AinoAid™ Betroffenen, ihre Rechte und vorhandene Hilfsmöglichkeiten besser zu verstehen, und unterstützt gleichzeitig Fachkräfte bei der Identifizierung und Weitervermittlung von Opfern. Darüber hinaus trägt die Forschung zur Verbesserung der sektorübergreifenden Zusammenarbeit sowie zur Entwicklung künftiger politischer Handlungsempfehlungen auf europäischer Ebene bei.
IMPROVE ist ein Projekt im Rahmen von Horizon Europe, das sich der Prävention und Bekämpfung häuslicher Gewalt widmet. Ziel ist es, die Erkennung, Meldung und Reaktion auf häusliche Gewalt durch innovative digitale Lösungen zu verbessern. Das Projekt brachte Forschende, Strafverfolgungsbehörden, Opferschutzorganisationen, Gesundheitsdienstleister und weitere Akteure aus Österreich, Finnland, Deutschland, Ungarn, Portugal, Spanien und Frankreich zusammen, um den AinoAid™-Dienst weiterzuentwickeln. Ziel war es, Betroffene dabei zu unterstützen, Unterstützungsangebote und den Zugang zur Justiz wirksamer in Anspruch zu nehmen.
Im Horizon Europe-Projekt IMPROVE führte ein internationales Forschungskonsortium qualitative Interviews mit Betroffenen häuslicher Gewalt sowie Fachkräften durch. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse über die mentalen Modelle der Betroffenen, ihre Wege durch das Unterstützungssystem, die Hindernisse bei der Meldung von Gewalt sowie ihre Erwartungen an KI-gestützte Dienste bildeten eine umfassende evidenzbasierte Grundlage für die Entwicklung eines barrierearmen und traumasensiblen digitalen Unterstützungsangebots. Die Ergebnisse der Interviews und der Forschungsarbeiten wurden systematisch in Prinzipien des Service Designs, die Informationsarchitektur, Inhalte, Nutzerpfade sowie dialogbasierte Unterstützungsmodelle überführt.
Forschungsberichte, auf denen das Service Design basiert (auf Englisch):
- Faktoren, die zu einer geringen Meldung häuslicher Gewalt führen und den Zugang zu Unterstützungsangeboten einschränken: Factors Leading to Low Reporting of Domestic Violence and Restricting Access to Service
- Mentale Modelle der Betroffenen hinsichtlich der institutionellen Reaktionen auf häusliche Gewalt sowie ihre Anforderungen an einen KI-gestützten Chatbot: Victims’ mental maps of institutional response to DV and needs regarding AI Chatbot
- Faktoren, die die Wirksamkeit der Erstreaktion auf häusliche Gewalt beeinflussen, sowie mögliche Lösungsansätze: Factors Influencing the Effectiveness of Frontline Response to Domestic Violence and Potential Solutions
Während des Projekts in Tansania führte das We Encourage-Team ausführliche Tiefeninterviews durch und testete die erste Version des Chatbots gemeinsam mit Mädchen und Frauen in besonders vulnerablen Lebenssituationen. Dazu gehörten unter anderem Mädchen mit Albinismus, ehemalige Betroffene sexueller Ausbeutung und Prostitution sowie Mädchen, die Zwangsehen entkommen waren.
Im Mittelpunkt der Interviews standen die Identifizierung von Hindernissen bei der Suche nach Hilfe, Sicherheitsbedenken, Informationsbedarfen, dem Vertrauen in Unterstützungsangebote sowie den bevorzugten Wegen, Hilfe und Informationen zu erhalten. Darüber hinaus wurden die Anforderungen der Zielgruppen an einen digitalen Unterstützungsdienst untersucht. Die Erkenntnisse flossen in die Entwicklung nutzerzentrierter Inhalte, Unterstützungswege und Kommunikationsmodelle ein und bildeten eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung des AinoAid™-Dienstes.
Die erste Phase des Projekts wurde von Fingo Powerbank finanziert, die Fortsetzung des Projekts von der Botschaft der Schweiz in Tansania.
Projektpartner
- Felm (Finnish Evangelical Lutheran Mission)
- C-Sema Child helpline
- KIWOHEDE (Kiota Women Health and Development Organisation)
- Evangelican Lutheran Church Tanzania (ELCT)
- Hyvinpitely Oy
Aktivitäten
Next in Mind ist eine innovationsorientierte Initiative als Antwort auf die zunehmenden psychischen Gesundheitsprobleme junger Erwachsener in den nordischen Ländern. Sie wurde gemeinsam von Reach for Change, The Inner Foundation und der Tim Bergling Foundation gegründet.
AinoAid™ wurde auf der LEPH 2023 (European Conference on Law Enforcement and Public Health) vorgestellt, die im Mai 2023 in Umeå, Schweden, stattfand. Die Konferenz brachte Polizeikräfte, Fachleute aus dem Bereich Public Health, Forschende und politische Entscheidungsträger zusammen, um zu erörtern, wie die Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden und dem öffentlichen Gesundheitswesen zur Verbesserung der Sicherheit und des Wohlbefindens in den Gemeinschaften beitragen kann.
Das Motto der Konferenz lautete „Together towards resilient communities“. Zu den Schwerpunktthemen gehörten psychische Gesundheit, Substanzkonsum, häusliche Gewalt, Infektionskrankheiten, vulnerable Bevölkerungsgruppen sowie der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Gesundheitsdiensten. Ziel war es, evidenzbasierte Strategien und integrierte Ansätze zur Bewältigung komplexer gesellschaftlicher und gesundheitlicher Herausforderungen zu fördern.
Microsoft Founders Hub und FastTrack unterstützten die Entwicklung von AinoAid™ durch die Bereitstellung von Ressourcen und technologischem Know-how.
Founders Hub half AinoAid™ beim Start – so unterstützt Microsoft Start-ups in der Frühphase